2026-02-20
Abstimmungen vom 8. März 2026: Die einfache Übersicht für die Schweiz
TL;DR
Am 8. März 2026 stimmt die Schweiz über vier nationale Vorlagen ab: Die SRG-Initiative will die Mediengebühr auf 200 Franken senken. Die Individualbesteuerung schafft die «Heiratsstrafe» ab. Die Klimafonds-Initiative fordert Milliarden-Investitionen für den Umweltschutz. Die Bargeld-Initiative will physisches Geld in der Verfassung schützen.
1. Worum geht es bei der SRG-Initiative («200 Franken sind genug!»)?
Aktuell zahlen Privathaushalte 335 CHF pro Jahr für Radio und Fernsehen. Die Initiative will diese Abgabe auf 200 CHF deckeln und Unternehmen komplett befreien.
Pro
Du sparst 135 Franken im Jahr – eine direkte Entlastung bei steigenden Lebenskosten.
Contra
Das Budget der SRG würde fast halbiert (minus 630 Millionen Franken). Offizielle Berichte warnen vor dem Abbau von regionalen News, Live-Sportübertragungen und Kulturförderung.
2. Was bringt die Individualbesteuerung?
Aktuell werden verheiratete Paare gemeinsam besteuert, was durch die Steuerprogression oft zu einer höheren Steuerlast führt (Heiratsstrafe).
Pro
Verheiratete werden künftig einzeln besteuert. Besonders Doppelverdiener-Paare sparen dadurch oft tausende Franken an Bundessteuern. Die Reform soll zudem rund 20'000 neue Stellen schaffen.
Contra
Traditionelle Familien, bei denen nur eine Person arbeitet, verlieren den Heiratsbonus und könnten finanziell schlechter gestellt werden.
3. Klimafonds-Initiative: Teuer oder notwendig?
Die Initiative fordert, jährlich 4 bis 8 Milliarden Franken (0,5–1% des BIP) in einen staatlichen Klimafonds zu investieren.
Pro
Massive Investitionen in erneuerbare Energien und Gebäudesanierungen, was auch der schwindenden Schneesicherheit in Schweizer Skigebieten entgegenwirken soll.
Contra
Bundesrat und Parlament warnen vor einer enormen Belastung des Bundeshaushalts und potenziellen Steuererhöhungen.
4. Bargeld-Initiative: Brauchen wir das noch?
Trotz des Booms von Karten und Twint will die Initiative garantieren, dass es immer genug Münzen und Noten gibt.
Pro
Bargeld ist anonym, schützt die Privatsphäre vor digitaler Überwachung und funktioniert auch bei Cyberangriffen.
Contra
Der Bundesrat unterstützt das Ziel, hat aber einen rechtlich saubereren Gegenentwurf ausgearbeitet, da der Initiativtext zu unpräzise sei.
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