Abstimmung vom 29. November 2026: die vier Vorlagen
Am 29. November 2026 stimmt die Schweiz über vier eidgenössische Vorlagen ab. Hier sind alle auf einen Blick – neutral erklärt, mit der Empfehlung von Bundesrat und Parlament und Links zu den offiziellen Quellen.
| Vorlage | Art | Worum es geht | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| 👵 AHV-Zusatzfinanzierung über die Mehrwertsteuer | Bundesbeschluss (obligatorisches Referendum) | Der Normalsatz der Mehrwertsteuer steigt um 0,4 Prozentpunkte, die Mehreinnahmen gehen an die AHV. | Ja |
| 🎆 Für eine Einschränkung von Feuerwerk | Volksinitiative | Lautes Feuerwerk wird für Private verboten, leises bleibt erlaubt. | Nein |
| 💍 Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare | Volksinitiative | Ehepaare werden beim Bund gemeinsam, aber ohne Benachteiligung gegenüber Konkubinatspaaren besteuert. | Nein |
| 🛡️ Änderung des Kriegsmaterialgesetzes | Referendum | Die Lockerungen der Exportregeln treten in Kraft. | Ja |
👵 AHV-Zusatzfinanzierung über die Mehrwertsteuer
Der Normalsatz der Mehrwertsteuer soll um 0,4 Prozentpunkte steigen, um einen Teil der 13. AHV-Rente zu finanzieren. Das bringt rund 1,4 Milliarden Franken pro Jahr. Lebensmittel, Medikamente und andere Güter mit reduziertem Satz werden nicht teurer.
Erklärung lesen →🎆 Für eine Einschränkung von Feuerwerk
Die Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» will Verkauf und Verwendung von lautem Feuerwerk für Private verbieten. Leises Feuerwerk wie Vulkane oder Wunderkerzen bleibt erlaubt. Für grosse Anlässe können Kantone und Gemeinden Ausnahmen bewilligen.
Erklärung lesen →💍 Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare
Die Volksinitiative der Mitte will, dass Ehepaare bei der direkten Bundessteuer weiterhin gemeinsam besteuert werden, aber nicht mehr Steuern zahlen als unverheiratete Paare. Sie steht im Widerspruch zur Individualbesteuerung, die das Stimmvolk am 8. März 2026 angenommen hat.
Erklärung lesen →🛡️ Änderung des Kriegsmaterialgesetzes
Das Parlament hat die Regeln für Waffenexporte gelockert; dagegen wurde das Referendum ergriffen. Neu wären Lieferungen an 36 Partnerstaaten auch möglich, wenn diese in einen bewaffneten Konflikt verwickelt sind. Der Bundesrat erhält mehr Spielraum für Ausnahmen, und die Wiederausfuhr wird erleichtert.
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